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MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G. lagert Riester-Zulagenverwaltung an PASS Consulting Group aus

Wie viele andere Versicherer brachte auch die MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G. 2002 auf Grundlage des „Altersvermögensgesetzes“ eine sogenannte Riester-Rentenversicherung auf den Markt.

Vor dem Hintergrund immer komplexerer steuerlicher Anforderungen an die Riester-Rente, auch um die Eigenaufwände für die Vertragsverwaltung nachhaltig zu senken, suchte der MÜNCHENER VEREIN 2010 eine neue Standardsoftwarelösung für die effiziente Abwicklung der zulagenrelevanten Prozesse und gegebenenfalls auch einen Partner, der die komplette riesterspezifische Sachbearbeitung übernehmen kann.

Im Zuge einer ersten Marktsichtung entschied sich der MÜNCHENER VEREIN dafür, seine Anforderungen in Prozess- und Lösungsworkshops mit PASS zu diskutieren. „Uns ist auf Grund Ihres kompetenten und pragmatischen Auftretens sehr schnell klar geworden, dass wir mit PASS den richtigen Partner für unser Vorhaben ausgewählt haben“, erklärt Harald Späth, Abteilungsleiter im Ressort Service des MÜNCHENER VEREIN.

Das Projekt „Verwaltung von Riesterprodukten“ wird Wirklichkeit
Im November 2010 startete das gemeinsame Integrationsprojekt zur Einführung der PASS Riester Engine Zulagenverwaltung, kurz REZ und der Migration der Zulagendaten aus dem bisherigen Verwaltungssystem des MÜNCHENER VEREIN mit einem gemeinsamen Kick-Off Workshop. Bereits im März 2011 konnte die PASS REZ-Instanz des MÜNCHENER VEREIN inklusive der integrierten Schnittstellen und eines individuellen Druck- und Archivkonverters produktiv gesetzt werden. Nach der Bestandsmigration und der Produktivsetzung wurde die Jahresinitialverarbeitung für das Beitragsjahr 2010 problemlos durchgeführt.

„Unser Ziel war es, die Jahresinitialverarbeitung für das Beitragsjahr 2010 auf jeden Fall über das neue System abzuwickeln. Dies bedeutete, dass der Zeitrahmen für die von uns im Vorfeld als kritisch eingestufte Datenmigration sowie die Implementierung der Schnittstellen äußerst eng bemessen war. Aufgrund der kompetenten und zuverlässigen Zusammenarbeit mit PASS haben wir es geschafft, das Integrationsprojekt (inkl. der Datenmigration) sowohl termingerecht als auch innerhalb der gesteckten Rahmenbedingungen (Budget, Qualität, etc.) zu realisieren.“, bewertet die Projektleiterin aus dem Bereich Unternehmensorganisation des MÜNCHENER VEREIN, Frau Ulrike Liedtke die Zusammenarbeit mit PASS.

Seit Anfang 2011 läuft das Gesamtsystem nun produktiv. Die Software verfügt bereits über alle derzeit nötigen XML-Schnittstellen für das elektronische Meldewesen gegenüber der ZfA, sodass hierfür keine weiteren Systeme zur Datenkommunikation mehr eingesetzt werden müssen.

REZ Migrationsfabrik: automatisierte Migration der Riester-Altbestände
Zur Migration des Altbestandes hat PASS die REZ Migrationsfabrik eingesetzt. Diese ermöglichte, nach entsprechender Konfiguration, die maschinelle Migration der Zulagendaten in Form einer tagesgenauen Zeitreise, unabhängig vom Quelldatenformat der bisher eingesetzten Zulagenverwaltung. „Mit diesem erfolgreich durchgeführten Einsatz der REZ Migrationsfabrik konnten wir, neben einer kurzen Projektlaufzeit, insbesondere die Integrität der Daten und somit den kritischen Teil einer jeden Datenmigration sicherstellen.“, sagt Wigbert Tabarelli, Leiter der Business Unit Insurance bei PASS. Sein Kollege, Ole Barkmann, Head of Business Development Financial Solutions ergänzt: „PASS hat erneut den Beweis angetreten, dass das Auslagern der Zulagenverwaltung auf die PASS REZ sowohl für Kunden mit einem großen, als auch für die mit einem kleinen Bestand an Riesterverträgen wirtschaftlich und sinnvoll ist.“

Die PASS Riester Engine Zulagenverwaltung
Die PASS REZ regelt alle Prozesse zwischen der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und dem Anbieter. Als Standardsystem dient sie der Verwaltung von Riesterverträgen und wird als produktneutrale Verwaltungs-Software zwischen die Systeme des Anbieters von Riester-Produkten und der ZfA geschaltet. Die Lösung unterstützt alle Geschäftsvorfälle, unter anderem die Kapitalübertragung, die schädliche Verwendung, sowie bei Bedarf die aktuellen Wohn-Riester-Prozesse. Sie verfügt über alle notwendigen Meldungstypen von und zur ZfA. Mit dem vorhandenen Bestandsführungssystem des Finanzdienstleisters wird die Applikation auf Basis standardisierter Adapter individuell eingerichtet.

Das Betriebsmodell
PASS bietet die REZ als Lizenzerwerb über SaaS (Software as a Service) bis hin zu BPO (Business Process Outsourcing) und ganz individuellen Modellen an. Für die komplette Auslagerung der Riester-Verwaltung bietet das PASS Competence Center „Riester“ ein „Rundum-Sorglos-Paket“ mit allen Servicedienstleistungen, inklusive der Abwicklung der riester-spezifischen Sachbearbeitungsprozesse. Die MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G. entschied sich für die Einführung der PASS REZ im Servicemodell „BPO“.

Neben der Leistungsfähigkeit der Zulagenverwaltung, der fachlichen Expertise der Entwicklungs- und Sachbearbeiterteams und der nachgewiesenen Erfahrung von PASS bei der Durchführung von Integrationsprojekten zum Festpreis, war das Gesamtmodell auch preislich attraktiv für den Finanzdienstleister. So sind beispielsweise alle zukünftigen Anpassungen auf Grund neuer bzw. geänderter gesetzlicher Anforderungen zum zusy-Verfahren („zusy“ ist die Kurzform für das Zulageverfahren) der ZfA in den jährlichen Wartungsgebühren enthalten. Die Folgekosten sind, trotz einem nach wie vor sehr dynamischen gesetzlichen Anforderungskontext, für den MÜNCHENER VEREIN mit einer festen Größe kalkulierbar.

Der Autor

Ole Barkmann, Head of Business Development Financial Solutions bei PASS.
Er ist Ansprechpartner für die Lösungen Riester Engine Zulagenverwaltung, Asset Management für Versicherungen und die PASS Core Banking Suite.
E-Mail: operations@pass-consulting.com