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Swiss Life "riestert" mit PASS

Swiss Life zählt zu den führenden ausländischen Lebensversicherern auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen ist unabhängiger Anbieter für innovative Versicherungsprodukte und Dienstleistungen in den Bereichen Vorsorge und Sicherheit. Das breite Produktangebot richtet sich sowohl an Privat- als auch an Firmenkunden. Die 1866 gegründete deutsche Niederlassung des größten und ältesten Schweizer Lebensversicherers vertreibt ihre Vorsorgeprodukte über die Zusammenarbeit mit Maklern, Mehrfachagenten, Finanzdienstleistern und Banken. Die Swiss Life Gruppe hat weltweit rund 7.500 Mitarbeiter.

Quelle: www.swisslife.com

Swiss Life in Deutschland bietet seit 2002 Riester-Rentenprodukte an. Bis Ende 2010 hatten die Kunden die Auswahl zwischen einer klassischen Rentenversicherung und einer fondsgebundenen Versicherung. Die zugehörigen Prozesse der Zulagenverwaltung werden hierzu mittels einer eigenentwickelten Lösung durchgeführt.

In 2009 suchte Swiss Life eine Standardlösung für die Abwicklung zulagenrelevanter Prozesse für ein neues und innovatives fondsbasiertes Riesterprodukt. Während der Evaluierungsphase konnte PASS Swiss Life in mehreren Prozess- und Lösungsworkshops von der Leistungsfähigkeit und Flexibilität der PASS Riester Engine Zulagenverwaltung (REZ) überzeugen: „Vor dem Hintergrund von umfangreichen fachlichen Erweiterungen im Zusammenhang mit dem Eigenheim-Renten-Gesetz („Wohn-Riester“) und der nach wie vor sehr hohen Änderungs- und Erweiterungsdynamik der fachlichen Riester-Prozesse haben wir uns entschieden, die bisher genutzte Eigenentwicklung durch die Standardsoftware PASS REZ abzulösen“, erläutert Martin Schütze, Abteilungsleiter von Swiss Life. Das Unternehmen wird die Riester-spezifische Sachbearbeitung, wie bisher, selbst durchführen und die PASS REZ im Servicemodell Lizenz nutzen.

Die PASS Riester Engine Zulagenverwaltung

Die PASS REZ regelt alle Prozesse zwischen der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und dem Anbieter. Als Standardsystem dient sie der Verwaltung von Riesterverträgen und wird als produktneutrale Verwaltungs-Software zwischen die Systeme des Anbieters von Riester-Produkten und der ZfA geschaltet. Die Lösung unterstützt alle Geschäftsvorfälle, unter anderem die Kapitalübertragung, die schädliche Verwendung, die aktuellen Wohn-Riester-Prozesse. Sie verfügt über alle notwendigen Meldungstypen von und zur ZfA. Mit dem vorhandenen Bestandsführungssystem des Finanzdienstleisters wird die Applikation auf Basis standardisierter Adapter individuell eingerichtet.

PASS bietet die REZ als Lizenzerwerb über ASP (Application Service Providing) bis hin zu BPO (Business Process Outsourcing) und ganz individuellen Modellen an. Für die komplette Auslagerung der Riester-Verwaltung bietet das PASS Competence Center „Riester“ ein „Rundum-Sorglos-Paket“ mit allen Servicedienstleistungen, inklusive der Abwicklung der riester-spezifischen Sachbearbeitungsprozesse. Swiss Life entschied sich für die Einführung der PASS REZ im Servicemodell „Lizenzierung“.

Neben der Leistungsfähigkeit der Zulagenverwaltung, der fachlichen Expertise und der nachgewiesenen Erfahrung von PASS bei der Durchführung von Integrationsprojekten zum Festpreis, war das Gesamtmodell auch preislich attraktiv für Swiss Life. So sind beispielsweise alle zukünftigen Anpassungen auf Grund neuer bzw. geänderter gesetzlicher Anforderungen zum zusy-Verfahren („zusy“ ist die Kurzform für das Zulageverfahren) der ZfA in den jährlichen Wartungsgebühren enthalten. Die Folgekosten sind, trotz einem nach wie vor sehr dynamischen gesetzlichen Anforderungskontext, für die Swiss Life mit einer festen Größe kalkulierbar.

Das Projekt „Verwaltung von Riesterprodukten“ wird Wirklichkeit

Im April 2010 startete das gemeinsame Integrationsprojekt zur Einführung der PASS REZ. Innerhalb von zwei Tagen Anfang Juli 2010 installierte PASS die Lösungskomponenten wie auch - erstmalig - die neue, webbasierte Client-Komponente PASS REZ 2G in einer Testumgebung bei Swiss Life in München.

Seitens Swiss Life gewünschte individuelle Erweiterungen wie beispielsweise der neu etablierte REZ User Manager ermöglichte die Anbindung an die zentrale Benutzerverwaltung von Swiss Life. Weiterhin erhielt der Versicherer eine konfigurierbare Antrags-Vorerfassung für das Neugeschäft. Die Anbindung der zentralen Job-Steuerung UC4 wird mittels einer Adaption der PASS Standardkomponente PASS REZ externe Prozesssteuerung umgesetzt.

Zur Freude beider Seiten wurden alle Erweiterungen von PASS auf Festpreisbasis in Time, in Budget und in Quality abgewickelt.

Seit Januar 2011 läuft das Gesamtsystem nun produktiv mit der Verarbeitung des neuen Produktes inklusive der Abwicklung von empfangenden Kapitalübertragungen im Rahmen des Anbieterwechsels. Die Software verfügt bereits über alle nötigen XML-Schnittstellen für das elektronische Meldewesen gegenüber der ZfA, so dass die Swiss Life hierfür keine eigenen Systeme zur Datenkommunikation mit der ZfA mehr entwickeln, pflegen und weiterentwickeln muss.

Die erfolgreiche Integration und störungsfreie Produktivnutzung war vor allem möglich durch die stets kooperative und zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Swiss Life und PASS Mitarbeitern.

Ausblick: automatisierte Migration der Riester-Altbestände

Der nächste Schritt wird nun die Migration der Riester-Altbestände von Swiss Life in die PASS Lösung sein. Hierbei wird PASS die REZ Migrationsfabrik einsetzen. Diese ermöglicht, nach einer entsprechenden Konfiguration, die maschinelle Migration der Zulagedaten in Form einer tagesgenauen Zeitreise, unabhängig vom Quelldatenformat der bisher eingesetzten Zulagenverwaltung. Wigbert Tabarelli, Leiter der Business Unit Insurance bei PASS, blickt dieser Projektphase zuversichtlich entgegen: „Mit diesem bereits vielfach erfolgreich durchgeführten Einsatz der REZ Migrationsfabrik stellen wir die Integrität der Daten und somit den kritischen Teil einer jeden Datenmigration sicher.“ Ole Barkmann, Head of Business Development Financial Solutions ergänzt: „Somit können wir sowohl unseren Kunden mit großem, als auch denen mit kleinem Bestand an Riesterverträgen preislich sehr attraktive Angebote unterbreiten. Die Zeiten, in denen der Aufwand für die Datenmigration bei der Entscheidung über einen Wechsel der Zulagenverwaltung oder des Service Providers eine herausragende Rolle spielten, sind vorbei.“

Der Autor

Ole Barkmann, PASS Head of Business Development Financial Solutions
E-Mail: insurance@pass-consulting.com