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Proof of Concept für ista Mehr Effizienz für die IT: Migration von Legacy-System

Aus alt mach neu – oder: 100 Prozent automatisiert von COBOL nach Java. Dass das möglich ist, demonstriert PASS in einem Proof of Concept für ista. 

ista ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Energieeffizienz im Gebäude. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Essen unterstützt Kunden in 24 Ländern beim Messen, Visualisieren, Abrechnen und Managen ihrer Energie- und Wasserverbräuche. Ziel ist, Kosten einzusparen sowie Verbräuche transparent und steuerbar zu machen.


„Auch mit Blick auf die IT ist Effizienz sowie Prozess- und Betriebssicherheit der zentrale Anspruch. Um unsere Geschäftsprozesse flexibel abzubilden, benötigen wir leistungsfähige Systeme – in der Praxis bremsen uns jedoch teilweise Legacy-Systeme aus.“

Andre Schmidt

Projektmanager, ista International


Kosten runter – Flexibilität rauf

Mit steigender Lebensdauer werden IT-Altsysteme zunehmend zur Belastung – selbst, wenn sie noch einwandfrei funktionieren. Das gilt auch für das ista-eigene, COBOL-basierte zentrale Abrechnungssystem ABRE. „Um die Zukunftsfähigkeit der Kernkomponente zu sichern, möchten wir die host-basierten Bestandteile der ABRE-Anwendung durch eine moderne Java- und Web-Architektur ersetzen“, so Schmidt. Für ista stehen dabei vor allem drei strategische Überlegungen im Fokus:

1. Investitionsschutz
Während sich COBOL früher großer Beliebtheit erfreute, haben heutzutage moderne Programmiersprachen wie Java der Sprache aus den 60er Jahren den Rang abgelaufen. In der Folge gestaltet es sich immer schwieriger, Entwickler mit COBOL-Kompetenz zu rekrutieren. Durch die breite Verfügbarkeit von Java-Know-how erwartet ista sich hier zukünftig eine bessere Ausgangslage.

2. Reduktion von Betriebskosten
Durch den Wechsel auf die Open-Source-Plattform Linux sollen die Kosten für den Betrieb deutlich reduziert werden.

3. Erhöhung der Flexibilität
Geschäftsprozesse befinden sich in einem ständigen Wandel und damit auch die Systeme. Aufgrund ihres hohen Komplexitätsgrades stoßen Legacy-Systeme jedoch schnell an ihre Grenzen. Durch eine moderne Java-/Web-Architektur erhofft sich ista eine leichtere Wartung und Weiterentwicklung.

Automatisierte Migration

Da für die spezifischen Anforderungen der Kernprozesse keine Standardsoftware verfügbar ist und eine Neuentwicklung sehr zeit- und aufwandsintensiv wäre, zog ista weitere Ansätze in Erwägung – darunter eine automatisierte Migration von ABRE auf eine JAVA-Version (jABRE). „Nach einer Abwägung von Aufwand, Risiko und Kosten überzeugte uns PASS mit seiner Migration Factory und wir beauftragten einen Proof of Concept“, so Schmidt. Die Besonderheit des Migrationsansatzes liegt in seiner Automatisierung: Die Entwickler legen nicht selbst Hand an, sondern bauen Roboter, die den Code analysieren und transformieren. Das führt im Vergleich zu einer manuellen Migration sowohl zu einer deutlich höheren Produktivität als auch zu einer verbesserten Wartbarkeit. Zudem gewährleistet der hohe Automationsgrad, dass der Migrationsprozess beliebig oft wiederholt werden kann – d. h. es kann eine kontinuierliche Weiterentwicklung erfolgen und längere Code-Freeze-Phasen entfallen.

Der Proof of Concept

Neben der Realisierbarkeit einer automatisierten Migration hatte der Proof of Concept zum Ziel, die Erfüllung der Qualitätsanforderungen mit Blick auf die Kriterien Lesbarkeit, Wartbarkeit und Performance anhand der folgenden Architekturkomponenten zu verifizieren:

Um die Machbarkeit der automatisierten Migration zu beweisen, startete PASS mit einem dreiwöchigen Quick Check. Hierbei wurden grundsätzliche Fragen (z. B. Drittkomponenten, Zielarchitektur und Testinfrastruktur) geklärt sowie erste Erkenntnisse aus der Sichtung der Sourcen gewonnen. Im anschließenden Proof of Concept dienten ein repräsentativer Auszug des zentralen Abrechnungsprozesses im Batch und die Pflege von Stamm- und Bewegungsdaten im Online-Bereich als Testcase: Mit dem Prototypen wurde nachgewiesen, dass die einzelnen Sourcen-Typen (Migrationspfade) vollautomatisiert auf die neue Architektur und Zielsprache gehoben werden können. Der entstehende Quellcode ist sowohl funktional als auch wartbar sowie lesbar und erfüllt darüber hinaus die Erwartungen an die Performance. Damit wurde der Proof of Concept in allen Punkten erfolgreich abgeschlossen.