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KEP-Dienste: Mehr Effizienz auf der letzten Meile

KEP-Dienste: Mehr Effizienz auf der letzten Meile

Das wachsende Sendungsvolumen ist für die KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paketdienste) eine immer größere Herausforderung. Um die Qualität von Zustellprozessen auf der letzten Meile zu optimieren, arbeitet PASS gemeinsam mit der Universität Würzburg an präzisen Fahr- und Standzeitprognosen. Dazu kommen selbstlernende Algorithmen und künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Im Forschungsprojekt „FaST-KI“ stehen Fahr- und Standzeitprognosen für die Tourenplanung in der KEP-Branche im Fokus. Ziel ist es, durch intelligente Algorithmen die Zustellung zu optimieren. Hierbei wird künstliche Intelligenz genutzt, um die Auslieferpläne wirtschaftlich, kundenorientiert und nachhaltig zu gestalten – inklusive der Option kontinuierlich nachzusteuern. Neben der realistischen Standzeitprognose pro Zustellungsvorgang soll die Aufteilung auf Zustelltouren unter branchenspezifischen Aspekten erfolgen, wobei Fahrzeiten mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ermittelt werden.

Wachsende Anforderungen

Der Online-Handel boomt und mit ihm die KEP-Branche – laut des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik e.V. stieg das Sendungsvolumen 2020 auf 4,05 Milliarden Pakete an. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs um 10,9 Prozent. Bis 2025 rechnet der Verband mit einem jährlichen Wachstum von sieben Prozent auf rund 5,7 Milliarden Pakete. Parallel dazu fordert der Endkunde kürzere Lieferzeiten und flexiblere Abhol- und Zustellmöglichkeiten. Bewältigen lassen sich diese Anforderungen nur durch mehr Effizienz.

„Wir gehen davon aus, dass die im Kontext dieser Forschungen erarbeiteten Ergebnisse auch auf andere Branchen übertragbar sind und somit der gesamten Transportbranche zugutekommen“, betont Jan Junker, Vorstand der PASS Logistics Solutions AG. Das Kooperationsprojekt wird vom Bayerischen Verbundforschungsprogramm (BayVFP) im technologiepolitischen Handlungsfeld „Digitalisierung“ finanziert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.