Kunden

Münchener Verein – Pflege-Bahr

Den Pflege-Bahr im Griff: Zulagenverwaltung als externer Service

Die Pflegezusatzversicherung boomt: Laut dem Verband der privaten Krankenversicherungen wurden 2013 rund 400.000 Pflege-Bahr-Policen abgeschlossen – Tendenz weiter steigend. Bei der Prozessabwicklung mit der Zulagenstelle für die Pflegeversicherung (ZfP) setzt die Münchener Verein Versicherungsgruppe auf einen Service der PASS Consulting Group. Die Software gestaltete der Versicherer dabei teilweise mit.

Am 1. Januar 2013 trat das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz in Kraft. Ausgangspunkt für den Münchener Verein, sein Produktportfolio um eine staatlich geförderte Pflegetagegeld-Versicherung zu erweitern. „Damit standen wir IT-seitig vor der Aufgabe, die damit verbundene Zulagenprozessabwicklung mit der ZfP zu organisieren“, blickt Monika Casanova, zuständige Projektleiterin bei der Münchener Verein Versicherungsgruppe zurück. Das erforderte zunächst eine Grundsatzentscheidung: Eigenentwicklung oder Standardsoftware? Nach einer fachlichen und technischen Risikobetrachtung fielen die Würfel zugunsten einer externen Lösung – sowohl aus Kosten- als auch aus Kapazitätsgründen. „Wir wollten wenig interne Ressourcen binden. Dennoch muss eine zuverlässige und stabile Abwicklung sichergestellt werden“, so Casanova. „Denn schließlich haben wir als Service-Versicherer einen sehr guten Ruf und bieten mit unserer staatlich geförderten Deutschen PrivatPflege Plus ein Produkt, welches bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.“ Entsprechend hoch ist der Qualitätsanspruch an einen reibungslosen Prozessablauf.

Gesucht: Erfahrung und externer Service 

Zwei Anbieter kamen letztendlich in die engere Auswahl; die Erstgespräche fanden im Frühjahr 2013 statt. Dabei kristallisierten sich vor allem zwei Entscheidungskriterien heraus: Know-how in der Zulagenverwaltung und die Möglichkeit eines Outsourcings. Beide Anforderungen konnte die PASS Consulting Group mit ihrer Pflege Zulagen Engine (PZE) erfüllen. „Der Pflege-Bahr war auch für uns ein neues Thema, allerdings konnten wir auf langjährige Erfahrung aus der Riester-Zulagenverwaltung zurückgreifen“, erklärt Wigbert Tabarelli, Leiter der PASS Business Unit Insurance. Auf Basis des nach ISO/IEC 27001:2005 zertifizierten Riester-Zulagenverwaltungsbetriebs im PASS Rechenzentrum, konnte dem Münchener Verein darüber hinaus ein ASP-Modell (Application Service Providing) angeboten werden. „Das erlaubt uns eine Konzentration auf unser Kerngeschäft“, bringt es Casanova auf den Punkt.


„Mit PASS haben wir einen Partner an unserer Seite, der das notwendige Know-how für eine flexible Reaktion besitzt – im Bedarfsfall auch schnell und unbürokratisch.“

Monika Casanova

Projektleiterin bei der Münchener Verein Versicherungsgruppe


Gemeinsame Entwicklungsarbeit

Die Prozessanforderungen für die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung definiert in erster Linie die ZfP, allerdings flossen auch individuelle Vorstellungen des Münchener Vereins in das PASS Standardprodukt ein. Im September 2013 diskutierten der Versicherer und das Softwarehaus im Rahmen eines Integrationsworkshops das Erstkonzept. „Gerade die Kombination aus IT-Know-how und Versicherungsexpertise führte zu einem schnellen Durchbruch“, erinnert sich Casanova. Aufgenommen wurde beispielsweise ein Dialog für die Abweichungsanalyse. Dieser ermöglicht u.a. eine Analyse des Verhältnisses zwischen beantragten, erhaltenen und zurückgezahlten Zulagen – mit einem Drill-down bis auf die Monatswerte eines Einzelvertrages.

Offizieller Projektstart war im November 2013, Ende März 2014 wurde es – soweit möglich – abgeschlossen. In dieser Phase standen vor allem die Zulagenbeantragung und -auszahlung in Interaktion mit der ZfP im Fokus. Diese Prozessschritte führte der Münchener Verein Anfang 2014 erstmals reibungslos durch. „Aktuell stehen weitere Umsetzungsvorgaben seitens der ZfP aus, u.a. bezüglich der Zulagenrückzahlung. Bis September 2014 werden alle Features final implementiert sein“, blickt Tabarelli in die Zukunft. Hier versteckt sich auch eine der besonderen Herausforderungen des Projekts: Informationen zu den einzelnen Prozessschritten werden von der ZfP erst nach und nach kurz vor dem jeweiligen Stichtag herausgegeben. „Mit PASS haben wir einen Partner an unserer Seite, der das notwendige Know-how für eine flexible Reaktion besitzt – im Bedarfsfall auch schnell und unbürokratisch“, lobt Casanova die Zusammenarbeit. Interne Ressourcen werden kaum gebunden. Die Schlüssel zum Erfolg: Enge Kooperation und ein hoher Automatisierungsgrad.

Über den Münchener Verein

Der Ursprung der Münchener Verein Versicherungsgruppe wurzelt in der genossenschaftlichen Idee, eine wirtschaftliche Selbsthilfeeinrichtung für das Handwerk und Gewerbe zu schaffen. Den Anfang machte die Gründung der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. als Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes 1922. Heute ist der Generationen-Versicherer mit Sitz in München nach wie vor ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und ein leistungsstarker Allbranchenversicherer mit den Sparten Krankenversicherung, Lebensversicherung und Allgemeine Versicherung.